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Konzertprogramm

Das Konzertprogramm enthält vor allem den Text und eine sinngemäße Übersetzung. Wir bieten eine Webversion zum Download.

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Mit Hingabe und Präzision

Das Konzert wurde regional gewürdigt: Franz Fink gelang mit dieser auch in ihrer religiösen Aussage intensiven Aufführung des „Messiah“ ein beachtenswertes Konzert.

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Georg Friedrich Händel:

MESSIAH

Sonntag, 18. September 2011, 17 Uhr

Katia Plaschka - Sopran
Andreas Scholl - Alt
Ulrich Cordes - Tenor
Markus Flaig - Bass

Chor St. Martin, Martinis
Main-Barockorchester Frankfurt
Leitung: Franz Fink

Kath. Pfarrkirche St. Martin
Wiesbadener Str. 21, Idstein

Karten zu Euro 26 / 22 / 18
Kartenvorverkauf: Tabakum, Rodergasse 4, Idstein, Tel. 06126 958816

Das Konzert wird unterstützt vom Förderkreis Kirchenmusik e.V. Idstein und der Stadt Idstein.

Öffentliche MESSIAH-Probe

Am Samstag, 17. September, begann um 19 Uhr eine Probe. Die prominenten Solisten, das Orchester und die Chöre trafen sich zur letzten Vorbereitung auf das Konzert.

"Behold and see", Tenor Ulrich Cordes und Orchester
"If God be for us", Katia Plaschka
Schon gewusst?

Katia Plaschka bewältigt "strathosphärische Schwierigkeiten", so eine Rezension zu Luigi Nono.
Andreas Scholl debütierte 2011 beim Rheingau Musikfestival in drei Veranstaltungen.
Ulrich Cordes studierte bei Christoph Prégardien.
Markus Flaig ist Preisträger des Internationen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig.

Proben

Für das umfangreiche Werk, das auch in den Chorsätzen anspruchsvolle Koloraturen enthält, wurden die Choristen in Einzelstimmproben vorbereitet, auf ihren Wunsch sogar in den Sommerferien, und trafen sich an zwei Chorwochenenden.

Georg Friedrich Händel: MESSIAH


Das Chorkonzert des Jahres 2011 war am 18. September für den Chor St. Martin und die Martinis das Oratorium MESSIAH von Georg Friedrich Händel, im Rahmen der Kirchenmusik aus England, die 2005 begann und in einer Reise zu englischen Kathedralen 2006 gipfelte.

 

Messiah behandelt das Thema Messias von den Prophezeiungen des Alten Testaments über Geburt, Leiden und Sterben bis zu Auferstehung und Verherrlichung. Es ist daher nicht an eine bestimmte Zeit im Kirchenjahr gebunden. Händel schrieb das Werk 1741 auf einen Text, den Charles Jennens aus Bibelworten zusammengestellt hatte. Es wurde 1742 in Dublin uraufgeführt.

 

Als Händel Messiah in nur 24 Tagen komponierte, war er seit Jahrzehnten in London als Komponist italienischer Opern erfolgreich, hatte aber auch geistliche Musik in englischer Sprache komponiert, wie 1713 das "Utrechter Te Deum und Jubilate", das die beiden Chöre 2003 in der Unionskirche aufführten, sowie Oratorien wie Samson oder Solomon, die auf biblischen Erzählungen basieren. Messiah ist ein ganz anderes Werk, das aus all diesen Quellen gespeist wird. Den Text stellte Charles Jennens ausschließlich aus Bibelstellen zusammen, und an die Stelle einer Handlung tritt die Betrachtung vieler Aspekte des christlichen Messias. In Teil I werden prophetische Texte, Geburt und Wirken behandelt.  Teil II betrachtet Leiden, Tod, Auferstehung, Himmelfahrt und die Ausbreitung der Botschaft auch gegen Widerstand, abgeschlossen durch den Halleluja-Chor. Teil III stellt die Lehre des Apostels Paulus über die Auferstehung der Toten dar, wie sie später Johannes Brahms in "Ein deutsches Requiem" aufgenommen hat, und endet mit einer Vision des Evangelisten Johannes in Versen aus seiner Offenbarung ("Worthy is the Lamb", Würdig ist das Lamm), die über dem Altar der Unionskirche abgebildet ist. Das Werk wird gekrönt mit einer Fuge auf das Wort Amen, in der Händel noch einmal alle Kompositionskünste aufbietet.

 

Messiah umfasst das gesamte Kirchenjahr vom Advent bis zum Ende, dem Ausblick in eine kommende Welt. Die Bibeltexte stammen überwiegend aus dem Alten Testament, selbst Geburt und Tod werden in Worten von Jesaja behandelt. Bilder von Lamm, Schaf und Hirte ziehen sich durch das ganze Werk, die Verkündigung an die Hirten ist die einzige "Szene" aus einem Evangelium.

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Die Mitwirkenden




Chor St. Martin und Martinis, 2004 Vorbereitung auf Bach: Weihnachtsoratorium

Seit 2003 gestalten der Chor St. Martin und der Kammerchor Martinis das jährliche Chorkonzert gemeinsam. Sie fühtren Messiah zum ersten Mal auf, ebenso wie 2010 Verdis Messa da Requiem. Der Chor St. Martin sang bereits zwei Sätze aus dem ersten Teil des Oratoriums zu Weihnachten 2010. Beide Chöre sangen das berühmteste Stück, das Halleluja, mehrfach zu Ostern und im Festgottesdienst für Pfarrer Jürgen Paul 2009.

 

Der weltbekannte Altus Andreas Scholl, der bereits 1998 in der Matthäuspassion sang und im Juli beim Rheingau Musik Festival mit drei Veranstaltungen debütierte, wirkte mit. Das Sopran-Solo wurde von Katia Plaschka übernommen, die 2003 im Händel-Konzert in der Unionskirche beeindruckte, vor allem mit Händels Gloria, das erst 2001 dem Komponisten zugeschrieben wurde. 2004 war sie Sopranistin in Bachs Weihnachtsoratorium, 2007 1. Sopran in Membra Jesu nostri, 2008 1. Sopran in Mozarts Großer Messe c-Moll, und zuletzt 2009 die Matthäuspassion. Als Tenor kam Ulrich Cordes erneut nach Idstein, der als Evangelist in der Matthäuspassion fesselte, auch in Dillenburg 2011 mit den Martinis. Der Bassist Markus Flaig sang zum ersten Mal in St. Martin.

 

Es spielte das Main-Barockorchester Frankfurt, das sich auf Barockmusik in "unverkrampfter historischer Aufführungspraxis" spezialisiert hat.

 

Das Konzert wird unterstützt vom Förderkreis Kirchenmusik e.V. Idstein und der Stadt Idstein.

2. Chorwochenende




2. Chorwochenende, 4. September 2011

Konzert




von links: Markus Flaig, Ulrich Cordes, Andreas Scholl, Katia Plaschka, Franz Fink