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W. A. Mozart

Sinfonie g-moll (KV 550)

Große Messe in c-moll
(KV 427)

18. Mai. 2008, 19.00 Uhr
Chor St. Martin + Martinis
Katia Plaschka und Elisabeth Scholl, Sopran
Christoph Claßen, Tenor
Wolfgang Weiß, Bass
Kammerphilharmonie Rhein-Main
Leitung: Franz Fink

Vorverkauf, Karten zu 18 / 16 / 12 Euro
AMADEUS
Rodergasse 3, Idstein
Telefon 06126-226013

Große Musik, die zur Feier wird

Unter diesem Titel erschien eine Rezension von Beke Heeren-Pradt im Wiesbadener Tagblatt vom 20. Mai 2008.

Einblick in die Partitur

Das Mozarteum Salzburg ermöglicht den Zugang zur Partitur der Großen Messe, verlegt vom Bärenreiter-Verlag, die ein ausführliches fundiertes Vorwort und Faksimileseiten von Mozarts Handschrift enthält.

Quiz

Einen verspielteren Einblick in Fakten zu Messkompositionen Mozarts und zu den Ausführenden gibt ein Quiz. Einiges scheint kaum zu glauben. Beispiel: Sie war das erste Mädchen, das bei den Kiedricher Chorbuben mitwirken durfte.

Mozart - Große Messe in c-moll


 

Das Chorkonzert 2008 für den Chor St. Martin und die Martinis gilt am 18. Mai einem Meisterwerk geistlicher Kunst überhaupt, der Großen Messe in c-moll von Mozart.

 

Mozart begann die Komposition in seiner Wiener Zeit aus freien Stücken, ohne kirchlichen Auftrag oder den Auftrag eines mysteriösen Fremden wie beim Requiem. Er war verliebt und frisch vermählt und wollte seinem Vater gefallen. Motivierend wirkte auch das Studium großer Werke von Händel und Bach. Die Mischung erwies sich als gut für ein grandioses Konzept. Mozart zeigt sich ganz persönlich in der Auseinandersetzung mit dem weltweit allgemeinen lateinischen Messetext. Er verlangte für die Ausführung zwei gleich gute Chöre und zwei gleich hervorragende Sopranistinnen, die extreme Höhen und Tiefen zum Ausdruck zu bringen haben, zum Beispiel doppelchörige himmlisch leichte Koloraturen im „Osanna".

 

Mozart schuf so ein Werk, das seine übrige Kirchenmusik überragt wie ein Dom eine Stadtkirche. Deshalb hat sich die Bezeichnung „Große Messe" eingebürgert. Er selbst hatte schlicht über die erste Noten-Zeile der Partitur geschrieben:

No I  Andante moderato  K(yrie)  Di Wolfgango Amadeo Mozart.

 


 

Warum er das Werk begann, warum es unvollendet blieb, darüber wurden viele Mutmaßungen angestellt und Bücher geschrieben, ebenso über eine mögliche Aufführung am 26. Oktober 1783 in St. Peter, Salzburg. Es gibt verschiedene Versuche, es zu vervollständigen. In St. Martin Idstein wird die Fassung von Franz Beyer aufgeführt, der sich behutsam annäherte. Dafür stehe ein Zitat aus seinem Vorwort: „So konnte es bei der Ergänzung ... doch wohl nur darum gehen, sich angesichts des so kostbar Vorhandenen mit einer subtilen Kolorierung des zauberhaften „Concertino a quadro" zu bescheiden." Seinem einleuchtenden Vorschlag, den fehlenden letzten Satz Agnus Dei durch eine Wiederholung der Musik des Kyrie zu ersetzen, wird entsprochen, Beispiele dafür gibt es bei Mozart mehrfach, und es war „innerhalb der Kirchenmusik des 18. Jahrhunderts durchaus keine Seltenheit."

 

Die Sängerinnen und -Sänger nehmen für die anspruchsvolle Aufgabe zusätzlich zu den wöchentlichen Proben Einzelstimmproben auf sich. An zwei intensiven Wochenenden kommen die beiden sonst getrennt probenden Chöre zusammen. Ende Februar stand der Notentext, danach - und nach der intensiven musikalischen Gestaltung von Karwoche und Ostern - bleibt noch einmal soviel Zeit für das Interessante, die Feinarbeit, - ein Luxus, den sich Laienchöre erlauben können, damit zum Beispiel das gefürchtete doppelchörige Osanna fröhlich und bequem klingen kann, Allegro comodo, wie Mozart verlangte, - „kommod", wie die Wiener sagen. Ende April folgt das zweite Wochenende, am 18. Mai um 19 Uhr beginnt die Aufführung, in der man hörend der Musik und ihrem Geist begegnen kann.
 

Katia Plaschka und Elisabeth Scholl sind wieder bereit, mitzuwirken, - zum ersten Mal gemeinsam in St. Martin. Die solistischen Männerstimmen setzte Mozart nur im Ensemble ein, den Tenor in einem Terzett, das die Dreieinigkeit von Vater, Sohn und heiligem Geist wiedergibt, den Bass im Quartett "Benedictus", "Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn", - Gott wird gegenwärtig. Es singen Christoph Claßen, als Evangelist des  Weihnachtsoratoriums von Bach noch in guter Erinnerung, und Wolfgang Weiß, der erstmalig den Weg nach St. Martin Idstein findet. Organistin ist Bjanka Ehry.

Die Kammerphilharmonie Rhein-Main, die sich bereits bewährt hat in der Begleitung von Chorwerken von John Rutter (Requiem - 2001, Magnificat - 2006) und Benjamin Britten (The Company of Heaven - 2001), ergänzt das Programm durch Mozarts späte Sinfonie in g-moll, KV 550. Die Gesamtleitung hat Kantor Franz Fink.

 

Karten zu 18 / 16 / 12 Euro gibt es im Vorverkauf bei „AMADEUS" im „Schiefen" oder „blauen" Haus im Herzen der Altstadt von Idstein, Rodergasse 3, Telefon 06126-226013, sowie über das Pfarrbüro oder über Chormitglieder