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24. Juni 2007 um 10:30 Uhr

Blasius Ammon (um 1560-1590)
Missa „Pour ung plaisir“
1588, daraus Kyrie und Agnus Dei

Melchior Franck (um 1580-1639)
Gelobet sei der Herr
Evangelienmotette Lk 1, 68-69
Lobgesang des Zacharias

Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901)
Dextera Domini
Ps. 118, 16-17
für Chor und Orgel

Chor St. Martin
Leitung und Orgel: Helga Lebertz und Franz Fink

Chormusik zum Johannistag

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Chormusik zum Johannistag

Der Chor St. Martin singt regelmäßig in einem Gottesdienst vor den Ferien, im Jahr 2007 am 24. Juni, den Johannistag. Für dieses Fest schrieb Melchior Franck (1580-1639) eine Evangelienmotette "Gelobet sei der Herr", - so beginnt der Lobgesang des Zacharias, des Vaters von Johannes, der später „der Täufer“ wird.

 

Ein weniger bekannter Zeitgenosse des Komponisten, Blasius Ammon, wurde um 1560 in Imst/Tirol geboren, war in Innsbruck Sänger der Hofkapelle, studierte in Venedig, lebte ab 1587 als Franziskanermönch in Wien und starb dort 1590. Aus seiner Missa "Pour ung plaisir" singt der Chor Kyrie und Agnus Dei.


Der Romantiker Josef Rheinberger (1839-1901), gut für innige Musik, vertonte Psalmverse, "Dextera Domini" (Ps 118, 16-17). "Nicht sterben werde ich, sondern leben und die Werke des Herrn verkündigen", - wie ein Motto für die Ferien.

 

Gelobet sei der Herr

Zacharias, Priester im Tempel, der schon wie seine Frau Elisabeth die Hoffnung auf ein Kind aufgegeben hat,  er findet neue, noch nie da gewesene Worte, Gott zu preisen, seinem Dank und seiner Freude Ausdruck zu geben. In der alten Christenheit und in den Klöstern heute noch  wird jeden Morgen das "Benediktus" gebetet, der Lobgesang des Zacharias, der sich mit  Elisabeth über die ganz und gar unerwartete Geburt seines Sohnes Johannes freut, den sie später den "Täufer" nennen werden - Johannes der Täufer, der Vorläufer Jesu. Der Evangelist Lukas schreibt in seinem ersten Kapitel - unmittelbar nach dem Magnificat, dem Lobgesang der Maria:

„Zacharias, der Vater Johannes des Täufers, wurde vom heiligen Geist erfüllt, weissagte und sprach:
„Gelobet sei der Herr, der Gott Israels,
denn er hat besucht und erlöset sein Volk
und hat uns aufgericht‘t ein Horn des Heils
im Hause seines Dieners David.“

(so die Übersetzung von Luther, die Melchior Franck vertonte.

Der vollständige Lobgesang liest sich in einer neueren Übersetzung so:)

 

68

»Gelobt sei der Herr, der Gott Israels!

Er ist zu unserem Volk gekommen und hat es befreit.

69

Aus dem Königshaus seines Dieners David

hat er uns den starken Retter geschickt.

70

So hatten es seine heiligen Propheten

schon vor langer Zeit verkündet:

71

Er wird uns von unseren Feinden erretten

und aus der Hand aller Menschen, die uns hassen.

72

Gott war mit unseren Vorfahren barmherzig.

Er vergisst seinen heiligen Bund nicht,

73

den Eid, den er unserem Vater Abraham geschworen hat

und der auch uns gilt.

74-75

Er befreit uns aus der Hand unserer Feinde,

damit wir ihm ohne Furcht unser Leben lang dienen,

als Menschen, die ihm gehören

und nach seinem Willen leben.

76

Und dich, mein Sohn, wird man einen Propheten des Höchsten nennen.

Du wirst vor dem Herrn hergehen und sein Kommen vorbereiten.

77

Seinem Volk wirst du zeigen,

dass es durch die Vergebung seiner Sünden gerettet wird.

78

Gott vergibt uns, weil seine Barmherzigkeit so groß ist.

Aus der Höhe kommt sein Licht zu uns.

79

Dieses Licht wird allen Menschen leuchten,

die in Nacht und Todesfurcht leben;

es wird uns auf den Weg des Friedens führen.«