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Leopold Mozart mit seinen Kindern
Mozart als Teenager und Lehrer


 

Eine frühe Messe des Komponisten in d-moll erklingt in St. Martin

 

Wolfgang Mozart war noch nicht dreizehn Jahre alt, als er die Missa brevis in d, KV 65, zu Papier brachte. Sie ist auf den 14. Januar 1769 in Salzburg datiert. Vater Leopold wird mehr Einfluß genommen haben als nur über die Schulter zu gucken. Wer weiß, wer die ungewöhnliche Idee hatte, eine gesamte Messe (Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus, Agnus Dei) in einer Moll-Tonart zu komponieren? D-moll - in dieser Grundtonart komponierte er später „Don Giovanni" und das Requiem. 

Im Hochamt zu Pfingsten, am 27. Mai 2007, 10:30 Uhr, gibt es in St. Martin die seltene Gelegenheit, dieses Werk zu hören (bis auf das Credo). Der Chor St. Martin wird begleitet von Streichern, wenn sich nicht noch Posaunen finden, die Mozart gewünscht, aber nicht vorgeschrieben hat. Die Choristen übernehmen auch die Solopartien, die Leitung hat Kantor Franz Fink.

 

Eine weitere Rarität paßt zu Pfingsten, zu Mozart und zum besonderen Interesse des Chores an Musik aus England: "Come, Holy Ghost" (Komm, heiliger Geist) von Thomas Attwood. Der Brite lebte von 1765 bis 1838 und war um 1786 Kompositionsschüler von Mozart. Sein erhaltenes „Studienheft" (KV 506a) gibt Aufschluss über Mozart als Komponisten und Lehrer.
 

Und noch eine Rarität: Karl Fink, der Vater des Kantors, schrieb einen Satz auf das Lied „Der Geist des Herrn erfüllt das All".

 

Am Pfingstmontag bilden der Chor St. Martin, die Idsteiner Kantorei und die Martinis einen großen Chor für den Gottesdienst zum Ökumenischen Stadtkirchentag Idstein. Auf dem Löherplatz am 28. Mai 2007, 10:00 Uhr, leiten Carsten Koch und Franz Fink die Gruppe, die zeigen wird, dass in der Musik das Motto „Bewegt von Gottes Geist" besonders gilt.