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Zum "Evensong" nach England

... so überschrieb die Idsteiner Zeitung ihren Artikel über die Fahrt der Chöre

Weitere Information

Die Englandfahrt der Kirchenchöre

Der Chor St. Martin und die Martinis fuhren nach London, Oxford, Winchester und Salisbury, um die englische Chormusik kennen zu lernen. Hier folgt eine Reisebeschreibung mehrerer Teilnehmer, anschließend der Brief, mit dem sich David Halls (Salisbury) für das gemeinsame Musizieren bedankte.

Samstag, den 14. Oktober 2006

Verschlafen standen wir um 20 Minuten vor 3 Uhr auf der Matte am Busbahnhof, um in unseren doppelstöckigen Bus einzusteigen. Pünktlich um 4 Uhr fuhren wir los und sammelten noch den letzten Mitfahrer (als Anhalter) an der Kirche ein. Da wir so gut durch kamen konnten wir schon um 11 Uhr (englische Zeit) die Fähre von Calais nehmen, was uns zu Programmänderungen inspirierte, die wir noch zwischen schieben wollten. Leider fuhr unser Bus quer durch London, was unseren Zeitvorsprung zunichte machte. Dadurch erhielten wir aber schon einen ersten Eindruck von der Stadt.
Die Martinis vergnügten sich abends in der Innenstadt. Für den anderen Teil, der Essen im Hotel vorbestellt hatte, gab es dort ein etwas chaotisches 3 Gänge Menü. Der Abend stand dann zur freien Verfügung. Eine Gruppe entdeckte einen gemütlichen Pub in der Nähe des Hotels, den wir noch abends besuchten
Ursula Stein

Sonntag, den 15. Oktober - Oxford

Noch ein wenig schlaftrunken von den Strapazen des Vortages, dem Tag der Anreise, machten wir uns gegen 8 Uhr nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel mit dem Bus auf. In einer etwa eineinhalb-stündigen Fahrt rollte der Doppeldecker mit 71 passiven und aktiven Chormitgliedern, den Martinis, sowie einigen Angehörigen der Sänger/innen über Englands Straßen Richtung Oxford. Schon vor der Ankunft in Englands schönster Stadt wurden uns interessante geschichtliche Hintergründe durch Diemut Strunden, die Tochter von Hilde Stein, näher gebracht. Wie uns wiederholt ans Herz gelegt worden war, besuchte der Großteil unserer Gruppe um 10 Uhr den so genannten Sung Matin in der Christ Church Cathedral, der Kathedrale Oxfords, die gleichzeitige Hauskirche des Christ College ist. Um 11.15 Uhr folgte Sung Eucharist. Während des jeweiligen etwa einstündigen Morgengebetes und der Eucharistiefeier konnten neben liturgischen Texten, Gebeten und der Predigt vor allem die englische Chormusik genossen werden. (Sänger der Titelmusik klassischer Mr. Bean-Filme)
Anschließend stand uns der frühe Nachmittag frei zur Verfügung, an dem in Kleingruppen Oxford erkundet wurde. Außer den auch Sonntags geöffneten Geschäften konnten der weitläufige Botanische Garten, der River Cherwell und neben anderen architektonisch bedeutenden Gebäuden viele der über elf Universitäten der «Collegestadt» besichtigt werden.
Zum allabendlich empfehlenswerten Evensong um 18 Uhr versammelten sich alle wieder in der Christ Church Cathedral, um zum dritten und letzten Mal den 24-köpfigen Chor zu bestaunen.
Nach einem anschließenden Abendessen in traditionell englischen Pubs kehrten wir gegen 22.30 Uhr in unser Londoner Hotel zurück – wieder einmal erschöpft doch auch sehr zufrieden nach diesem erlebnisreichen sowie beeindruckenden Tag.
Tabea Ackva

Montag, den 16. Oktober 2006 - Winchester und Salisbury


Dienstag, den 17. Oktober 2006 - London

Unser Londoner Tag fing mit dem Abenteuer U-Bahn fahren an.
Am Torbogen Marbel Arch stiegen wir aus und betraten an «.Speakers' Corner » den Hyde Park. Es fand sich keiner aus unserer Gruppe, der hier an der Rednerecke Gehör finden wollte.
Ganz typisch für den Park waren die vielen Kutschen, Reiter, Eichhörnchen, Enten, Gänse, Blesshühner und sogar eine Pelikanfamilie. Am Kensington Palace ritt die Wachablösung für den Königspalast an uns vorbei.
Bei schönem Wetter und immer noch gut zu Fuß erreichten wir den Palast und drückten unsere Nasen am schmiedeeisernen Tor platt. Die königliche Fahne wehte.
Nach diversen Fotoaufnahmen ging es weiter.
Der gesamte District White Hall, House of Parliament, Downing Street, Big Ben und die direkt dabei liegende Westminster Abbey waren sehr beeindruckend.
Wir fuhren weiter mit der U-Bahn zur Station Tower Hill. Wir erkundeten die Towerbridge und die berühmt berüchtigte, gut erhaltene Festungsanlage. Den Tower zu London konnten wir aus Zeitmangel nur von außen bestaunen. Hier hat sich doch ein großer Teil der politischen Historie Englands abgespielt. An den St. Kathrine Docks löste sich die Gruppen auf um sich alleine um zuschauen und um Mittagspause zu machen. Wir aßen in einem urigen Restaurant direkt am Wasser.
Um 17 Uhr trafen wir uns wieder in der St. Paul's Cathedral zum täglichen Evensong. Einige gingen den Weg vom Tower zur Kathedrale an der Themse entlang. St. Paul ist die Hauptkirche von London. Wellington und Nelson haben hier Ehrendenkmähler. Schon Handel und Mendelssohn haben auf der Orgel gespielt. In der Whispering Gallery, der so genannten Flüstergalerie, ist das leiseste Wort noch in 30 Meter Abstand zu hören.
Nach dem sehr schönen Evensong verbrachten wir in kleineren Gruppen noch einen schönen letzten Abend in London. Manche wollten unbedingt noch schoppen und fuhren zum Oxford Circus oder zum Piccadilly Circus, andere fuhren zum Covent Garden und stürzten sich in die bunte Mischung aus kleinen Läden, Pubs, Theatern, Restaurants und hörten sich die Straßenmusiker an. Da brummte der Bär!
Auch dieser letzte Abend ging viel zu schnell vorbei und morgen früh geht es nach Hause. Schade!

Anita Richter

Mittwoch, den 18 Oktober 2006

Pünktlich starteten wir in London. Durch eine kleine Panne in Belgien (kein Diesel mehr) verzögerte sich die Rückfahrt etwa um eineinhalb Stunden. Trotzdem tat das der guten Laune kein Abbruch. Es wurde mit Gitarrenunterstützung noch kräftig gesungen. Aber auch die schönste Fahrt geht auch mal zu Ende. Abends kamen wir gut in Idstein an.

Ursula Stein

Nachwort

An dieser Stelle möchte ich noch einmal allen danken, die diese Fahrt ermöglicht und mit organisiert haben oder sich in sonstiger Weise mit beteiligt haben. Besonderer Dank gilt Herrn Ehry, der manche Aufregung einstecken musste, damit der vorgegebene Terminplan auch eingehalten werden konnte. Er schreckte auch nicht zurück für uns am letzten Tag über Bänke zu gehen.

Sollten Mitreisende noch schöne Fotos haben (max 3 und kleiner als 1 MB), können Sie diese mit gerne zukommen lassen: Redaktion@st-martin-idstein.de


Ursula Stein

Mail von David Halls

Hier eine Nachricht von David Halls, dem Direktor der Kirchenmusik der Salisbury Cathedral, der für unsere öffentliche Probe Zeit hatte.

Dear Gerda,
Many thanks for the lovely thank you note from everyone in your choir. It
is now proudly on the wall in my office. Thank you also for the CD programs
and other information.  Especially, thank you from Pam and me for the CD
itself and the excellent wine.
It was a complete pleasure to meet you all and have the chance to work with
you. I was most impressed by the standard of your singing and indeed by
your marvellous attitude to the music which we hold very dear in the UK. I
am pleased to say that my cathedral choir sings quite a lot of German music
which we enjoy as well!
With every good wish for your continued music-making!
David Halls
Director of Music
Salisbury Cathedral