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Dank für das Engagement

Idsteiner Pfarrer Klaus Schmidt geht in den Ruhestand In einem Festgottesdienst verabschiedete die katholische Gemeinde St. Martin Klaus Schmidt, der 30 Jahre lang ihr Pfarrer war. Schmidt stellte klar heraus, dass bei Gottesdiensten der Dienst an Gott im Vordergrund steht und bezog sich in seiner Predigt auf die Frage der Nachfolge. Es traf sich gut, dass am vergangenen Sonntag im Evangelium dieses Thema im Mittelpunkt stand, und Schmidt stellte die Frage: "Ist die Nachfolge Jesu eigentlich unsere Schuhgröße, oder müssen wir die Begriffe unseres Glaubens neu zu buchstabieren versuchen?" Aber, so fügte er hinzu, was die Nachfolge anbelangt, sei bereits von einem die Spur gelegt worden, und er verriet seine Lebensmaxime "wer nur den lieben Gott lässt walten". Jürgen Paul, 54 Jahre alt, zur Zeit noch in Usingen, wird ab dem 1. November der neue Pfarrer von St. Martin in Idstein sein. Dieses Lied wurde anschließend vom Chor nach einem Satz von Johann Sebastian Bach gesungen. Überhaupt spiegelte sich in diesem Gottesdienst die große Liebe des Pfarrers zur Kirchenmusik wider. Der Chor von St. Martin, die Martinis sowie ein Kammerorchester sangen und spielten die missa brevis von Franz Xaver Brixi. Zupfer, Streicher und Flötisten der Capella Lignea erfüllten den vollbesetzten Kirchenraum mit harmonischen, ja sphärischen Klängen. Am Schluss des Gottesdienstes überbrachte Domkapitular Johannes zu Eltz in Vertretung des Bischofs die offizielle Urkunde, wonach Klaus Schmidt zum 31. August in den Ruhestand versetzt wird. In einem persönlichen Brief würdigte der Bischof sein engagiertes Arbeiten während der vielen Jahre und hob hervor: "So wie ich Sie erlebt habe, sind Sie durch und durch Mensch geblieben." Die Ministranten überreichten ihrem Pfarrer ein T-Shirt mit der Aufschrift "Pfarrer außer Dienst". Mit lang anhaltendem Applaus bedankte sich die Gemeinde am Ende des Gottesdienstes bei ihrem Klaus Schmidt. Die Liste der Redner beim anschließenden Empfang wollte kein Ende nehmen. Pfarrer Dieter Frey von der evangelischen Unionskirche verabschiedete sich von seinem Kollegen auf die ihm eigene Art, wobei unmissverständlich das harmonische Zusammenwirken der beiden Seelsorger und der "Mensch Klaus" stark zum Ausdruck kamen, etwa in dem Vers: "Wenn sich bei einem Herrgott das Bodenpersonal gut versteht, dem Reich Gottes nichts mehr im Wege steht." Kann es ein schöneres Kompliment geben als: "Un wie du bei Kinner warst - so väterlich, toll! Mer hätt dir privat gegönnt en ganze Stall so voll!" Auch Bürgermeister Gerhard Krum betonte das Menschliche bei Klaus Schmidt mit den Worten: "Ich möchte die Unkompliziertheit hervorheben, mit der sie den Menschen entgegen gekommen sind. So lange es solche Menschen wie Sie gibt, habe ich gute Hoffnung, dass die Probleme in dieser Welt gelöst werden können." Die drei Pfarrgemeinderats-Vorsitzenden, die während der Zeit des Pfarrers im Amt waren, ließen die dreißig Jahre noch einmal Revue passieren, und auch sie betonten die stets gute Zusammenarbeit mit ihrem Dienstherrn.

Willy Burkert, Idsteiner Zeitung, 28.06.05

Festgottesdienst und Feier im BDH

 

Fotos: Peter Piaskowski