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Chorkonzert

15. November 2015, 17 Uhr
Fauré Requiem

Fauré: Cantique de Jean Racine op. 11
Olivier Latry: Salve Regina
Fauré: Requiem op. 48

Chor St. Martin
Martinis
Yi Yang (Sopran)
Johannes Hill (Bariton)
Lucianne Brady (Harfe)
Gabriel Dessauer (Orgel)
Nassauische Kammerphilharmonie
Leitung: Franz Fink

Platzkarten zu 12 Euro können telefonisch bestellt werden: 06126-2660

In Idstein gibt es eine Vorverkaufsstelle bei
Bürobedarf Schneider
Limburger Straße 9
65510 Idstein
06126-3314

Schon gewusst?

Die sieben Orgel­meditationen Salve Regina von Olivier Latry tragen Satz­bezeich­nungen wie „hämmernd und wild“. (3. Dezember 2015)
Gabriel Faurés frühes Chorwerk Cantique de Jean Racine weist voraus auf die „Würde und die vollendete Einfachheit“ seines späteren Requiems. (2. November 2015)

Idsteiner singen in Wiesbaden mit - Plan

Am 7. November 2015 wird das Programm in Wiesbaden im Rahmen der 21. Wiesbadener Bachwochen aufgeführt. Das Referat Kirchenmusik im Bistum Limburg lud Sängerinnen und Sänger mit Chorerfahrung ein, mitzusingen. Die meisten Chormitglieder aus Idstein sind im Projektchor dabei.

Die Proben beginnen um 10 Uhr im Pfarrsaal von St. Bonifatius, Luisenplatz. Stimmproben werden geleitet von Judith Kunz (Domchordirektorin Limburg, Sopran), Franz Fink (Alt), Joachim Dreher (Dillenburg, Tenor) und Andreas Großmann (Leiter des Referates Kirchenmusik, Bass).

Die Aufführung mit denselben Solisten wie in Idstein, Mitgliedern des Hessischen Staatsorchesters und dem Projektchor, beginnt in der Kirche um 19:30 Uhr.
Judith Kunz dirigiert Cantique, Andreas Großmann und Joachim Dreher dirigieren das Requiem.

Projektchor Wiesbaden

Da Frau Kunz absagen musste, wurden die Aufgaben für die drei verbleibenden Dirigenten anders verteilt: Franz Fink übernahm die Einstudierung des Soprans, Andreas Großmann bereitete Alt und Männerstimmen auf den ersten Teil des Requiems vor, Joachim Dreher auf den zweiten. Im Konzert dirigierte Franz Fink Cantique de Jean Racine. Doris Kösterke besprach das Ereignis unter der Überschrift Zu edlem Chorklang zusammengefunden.

Chormusik von Gabriel Fauré

Am 15. November 2015, 17 Uhr, sangen der Chor St. Martin und die Martinis Chormusik von Gabriel Fauré. Im Mittelpunkt stand sein Requiem, op. 48, das viele als die tröstlichste Vertonung der Totenmesse ansehen. Das Konzert erhielt unerwartete Aktualität durch die Anschläge in Paris, wie Pfarrer Klaus Schmidt in seiner Begrüßung ausführte, und wurde zu einem großen Gebet.

Zu Beginn erklang Faurés frühes Chorwerk Cantique de Jean Racine, op. 11. Eine Orgelkomposition von Olivier Latry bildete einen starken Kontrast. Der Titularorganist an Notre Dame in Paris entwickelte unter demTitel Salve Regina sieben Betrachtungen zum gregorianischen Marienhymnus, die menschliche Grundsituationen zwischen Verzweiflung und Seligkeit ausloten.

Kantor Franz Fink leitete die Chöre und die Nassauische Kammerphilharmonie, die bereits im Februar im ökumenischen Konzert mit Te Deum und Gloria von Karl Jenkins überzeugte. Die Solisten waren Yi Yang (Sopran), Johannes Hill (Bariton), Lucianne Brady (Harfe) und Gabriel Dessauer (Orgel).

Cantique de Jean Racine

Cantique de Jean Racine (Gesang von Jean Racine), op. 11, ist eine Komposition für gemischten Chor und Klavier oder Orgel. Bereits als Neunjähriger besuchte Fauré ab 1854 die Kirchenmusikschule École Niedermeyer in Paris, wo er im Klavierspiel, in Musiktheorie und später in Komposition unterrichtet wurde und eine humanistische Ausbildung erhielt. Wöchentlicher Chorgesang aller Schüler gehörte zum Erziehungskonzept der Schule. Faurés Lehrer in der Klavierklasse für Fortgeschrittene war Camille Saint-Saëns regte ihn an, zu komponieren. Ab 1861 beteiligte sich Fauré an jährlichen Kompositionswettberben der Schule und erhielt 1865 den ersten Preis für Cantique. Später entstand eine Fassung für Streicher und Orgel, noch später eine Orchesterfassung. In Idstein erklingt eine Fassung mit Streichern und Harfe.

Der französische Text, „Verbe égal au Très-Haut“ (Wort, dem Höchsten gleich), stammt von Jean Racine als eine Umdichtung eines ambrosianischen Hymnus aus dem Brevier für die Matutin, den frühen Morgengottesdienst. Die Dichtung spielt auf den Beginn des Johannesevangeliums an: „ImAnfang war das Wort“. Die Musik beginnt mit einem zarten Vorspiel, dessen Melodien die Singstimmen aufnehmen, Sie setzen nacheinander ein, zuerst der Bass. Ausladende Melodien und gebrochene Begleitfiguren in Triolen gehören noch zum Stil der Romantik, doch setzt Fauré ungewöhnliche „atonale“ Töne bewusst ein.

Deutsche Nachdichtung

Wort, dem Höchsten gleich, unsere einzige Hoffnung,
ewiger Tag der Erde und des Himmels,
wir brechen das Schweigen der friedvollen Nacht:
göttlicher Erlöser, richte deine Augen auf uns.

Gieße aus auf uns das Feuer deiner machtvollen Gnade,
dass die ganze Hölle flieht vor dem Klang deiner Stimme.
Vertreibe diesen Schlummer einer trägen Seele,
der sie verleitet, deine Gebote zu vergessen.

Christus, sei diesem gläubigen Volk gewogen,
das jetzt versammelt ist, um dich zu preisen.
Nimm die Lieder an, die es deiner ewigen Herrlichkeit darbringt,
und lass es aufs Neue erfüllt werden von deinen Gaben.

Franz Fink dirigiert den Projektchor und Mitglieder des Hessischen Staatsorchesters - Probe am 7. November 2015 in St. Bonifatius Wiesbaden für das Konzert der 21. Wiesbadener Bachwochen

Salve Regina

Salve Regina ist ein Orgelwerk des französische Organisten und Improvisators Olivier Latry  (* 1962), der als Titularorganist an Notre Dame in Paris wirkt. Er komponierte sieben Meditationen zum gregorianischen Marienhymnus 2007 in Anlehnung an frühere Improvisationen. Die sieben Sätze, die auf den sieben Zeilen des Liedes beruhen und deren thematisches Material aufnehmen, sind mit charakteristischen Bezeichnungen versehen, zum Beispiel „Dunkel, unerbittlich“ oder „Wie eine langsame Prozession“. Die Zeilen des gregorianischen Gesangs werden jeweils vom Kantor Franz Fink intoniert. Latry vertiefte jeden der sieben Rufe zu Maria, in denen er menschliche Grundsituationen entdeckte: Glaube, Freude, Zweifel, Verständnislosigkeit, Verzweiflung, Widerstand, Hoffnung, Seligkeit.

Requiem

Das Requiem, op. 48, komponierte Fauré 1887 im Alter von 42 Jahren. Fünf seiner Teile wurde am 16. Januar 1888 in der Pariser Kirche La Madeleine zur Beerdigung eines Pariser Architekten erstmals aufgeführt. Fauré erzeugt eine überwiegend ruhige, tröstliche Stimmung. Er lässt die oft dramatisch vertonte Sequenz Dies irae weg, von der er nur den Abschnitt Pie Jesu verwendet und als ergreifende Sopranarie gestaltet. Er beendet das Werk mit dem Text In Paradisum, der aus der Liturgie der Grablegung stammt. Das Orchester ist in der Urfassung klein gehalten, ohne Violine (die nur im Sanctus aufleuchtet), dafür mit geteilten Bratschen, und ohne Bläser, dafür Harfe und Orgel. Der Komponist schrieb in einem Brief R. Fauchois: „Alle meine damaligen religiösen Vorstellungen habe ich in meinem Requiem niedergelegt, das im Übrigen von Anfang bis Ende von einem sehr menschlichen Gefühl beherrscht wird: das Vertrauen in den Ewigen Frieden.“