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Typisch Chor St. Martin - mit Instrumenten der Epoche
Rückblick auf vergangene Jahre

zeigt, welche Musik uns am Herzen liegt und für welche Aussagen wir uns einsetzen:

2008 W.A. Mozart, Graham Waterhouse, Flor Peeters

2007 Dieterich Buxtehude, J.S. Bach, Arvo Pärt

2006 John Rutter, Thomas Tallis, J. Caspar Ferdinand Fischer

2005 Chormusik aus England

2004 J.S. Bach Weihnachtsoratorium

2003 G.F. Händel Utrechter Te Deum und Jubilate

2002 F.J. Haydn Die Schöpfung

2001 Rutter Requiem, Britten The Company of Heaven

2000 J.S. Bach Erfreut euch, ihr Herzen

1999 Puccini Messa di Gloria

1998 J.S. Bach Matthäuspassion

1997 Cl. Monteverdi Marienvesper

1996 John Rutter Magnificat

Auskünfte geben:

Franz Fink, Kantor, 06126 - 951916; mail: Franz Fink
Gisela Radtke, Vorsitzende des Vorstandes, 06126 - 57301
Gerda Arendt, Presse, 06126 - 92597; mail: g@arbc.de

2009: Große Musik, die zur Feier wird

 

Chor St. Martin, so nannte sich der Chor der Pfarrgemeinde im Jahr 1973 und gab sich damit ein Programm. Wir - ungefähr 65 Sängerinnen und Sänger, geleitet von Kantor Franz Fink - sehen als unsere wesentliche Aufgabe, Gottesdienste mit zu gestalten, inhaltlich abgestimmt und bedeutungsvoll, oft über das Sagbare hinaus.

In der Regel treten wir einmal im Jahr im Konzert an die weitere Öffentlichkeit.

Die Grenze ist fließend: die geistliche Musik, die wir in Konzerten verbreiten, ist eigentlich auch Gottes-Dienst.

Das spürte die Rezensentin unseres Konzerts im Mai 2008, die über Mozarts

Große Messe in c-moll schrieb „Große Musik, die zur Feier wird". 

 

Wir singen Musik aus sechs Jahrhunderten immer als ein „neues Lied"

ob von Barnby, Bernardi oder Bach.

 

Kommt, ihr Töchter, helft mir klagen

 

Gleich nach den Sommerferien 2008 begannen wir zu proben für die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach, die der Chor mit dem Barockorchester La Beata Olanda bereits 1998 zum ersten Mal aufgeführt hat. Der Chor St. Martin studierte den Chor I ein, die Martinis den Chor II. Um dem anspruchsvollen Werk gerecht zu werden, setzten wir uns in Einzelstimmproben und zwei Chorwochenenden ein. 

Durch das erste intensive Probenwochenende am 7. und 8. Februar kamen die Chöre dem Konzert am Palmsonntag entscheidend näher. Nicht nur der Notentext wurde gefestigt, auch das Drama der Passion kam bereits zum Ausdruck.

Das zweite Probenwochenende am 7. und 8. März erlaubte, die Einzelstücke im großen Fluss zu erleben, und bezog auch den Kinderchor St. Martin ein, der im Eingangschor den Cantus firmus singt. Die Rhein Main Presse beobachtete den Beginn der ersten gemeinsamen Probe von Chor I und II am 7. März und berichtete unter dem Titel Jeder Takt wird bearbeitet.

 

Am Karfreitag intensivierten Choräle aus der Matthäuspassion die Lesung der Passion mit verteilten Rollen. Außerdem erklangen „Ave verum corpus" von Mozart, „O bone Jesu" von Ingegneri und „Jesus Christus, wir beten an und preisen Dich" von Gasparini. In der Osternacht wurde unter anderem Chormusik aus England mit der Orgel musiziert, "Thine, o Lord, is the Greatness" von Kent und "Break Forth into Joy" von Barnby.

 

Am 10. Mai gestalteten wir mit den Martinis und dem Orchester St. Martin das Pontifikalamt musikalisch mit, als Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst St. Martin besuchte. In einer frühen Predigt stellte er fest: Singen als Ausdruck unseres Glaubens gründet in der beständigen Gewissheit, „dass der Mächtige Großes an mir getan hat und seine Name heilig ist". Aus der Missa aulica von František Xaver Brixi (1731-1771), einer Missa brevis in C für Soli, Chor, 2 Trompeten, Pauken und Streicher, die bereits zur Verabschiedung von Pfarrer Klaus Schmidt und zur Kirchweih 2006 erklang, wurden Kyrie, Gloria, Sanctus und Agnus Dei musiziert, außerdem ein „neuer" Halleluja-Vers und ein Satz von John Rutter.

 

Am Pfingstmontag sangen wir im Ökumenischen Gottesdienst in der Unionskirche Geist-reiche Musik: „Nun bitten wir den heiligen Geist", „Der Geist des Herrn erfüllt das All", und auf englisch If Ye Love Me (Thomas Tallis) und Come, Holy Ghost (Thomas Attwood). Max Reger vertonte das Pfingstgeschehen: „Und es erschienen den Aposteln Zungen."

 
Am 5. Juli verabschiedeten wir uns im Gottesdienst vor den Ferien. Aus der fünfstimmigen Missa „Ecce quam bonum" von Hans Leo Haßler erklangen Kyrie, Sanctus und Agnus Dei, außerdem als Gloria „Allein Gott in der Höh sei Ehr" im Satz von Johann Jeep (über den wenig bekannten Komponisten schrieb 2006 Bernhard Hemmerle). „Nun jauchzt dem Herren, alle Welt", eine Dichtung nach dem 100. Psalm, eröffnete den Gottesdienst wie am 12. September in Limburg:

 

Der Chor St. Martin im Gottesdienst vor den Ferien am 5. Juli 2009
Nun jauchzt dem Herren, alle Welt

Am 12. September nahmen wir mit den Martinis und anderen Chören am Diözesan-Kirchenmusik-Tag in Limburg teil. Alle gemeinsam gestalteten eine Eucharistiefeier um 17 Uhr mit dem Bischof. Mehrchörige Musik wurde zuvor einstudiert und im Dom zusammengesetzt. „Nun jauchzt dem Herren, alle Welt" - zwei Sätze zum Gemeindegesang wurden eigens für den Tag im Dom geschrieben und am 5. Juli in St. Martin ausprobiert. Aus der „Missa primi toni octi vocum" des Komponisten am Salzburger Dom Stefano Bernardihttp://www.kraibacher.name/bernardi_de.htm für zwei vierstimmige Chöre wurden Kyrie, Sanctus und Agnus Dei gesungen, ebenfalls doppelchörig „Singet dem Herrn ein neues Lied" von Johann Pachelbel (1653-1706). Georg Wrede (*1919) setzte in der Choralkantate „Gegrüßet seist du, Königin" die sieben Strophen des Liedes abwechslungsreich für Gemeinde, (Über-)Chor und Orgel und lässt zweimal gleichzeitig den gregorianischen Hymnus „Salve Regina" erklingen.

 

Im Festhochamt zum Silbernen Priesterjubiläum von Pfarrer Paul am 8. Dezember erfüllten wir zwei persönliche Wünsche und sangen die Kleine Orgelsolo-Messe, die Missa brevis St. Joannis de Deo, von Franz Josef Haydn, die auch zur Primiz erklang, und „Halleluja" von Händel. Janina Moeller sang das Sopransolo im Benedictus, dessen Orgelsolo der Messe den Beinamen gab. Es spielte Bjanka Ehry, die als Nachspiel erneut „Die Toccata" von Widor bot.

 

In der Christmette erklingt der Engelsgesang "Gloria in excelsis Deo et in terra pax ..." in einer Fassung, die J.S. Bach seinem Magnificat für die Aufführung zu Weihnachten 1623 hinzugefügt hat.

 

Break Forth into Joy

Seit 2005 beschäftigen wir uns intensiv mit Chormusik aus England und unternahmen sogar eine Chorreise zu den Kathedralen in Oxford, Winchester, Salisbury und London.

 

Am 17. Mai 2009 erlebten wir zum 4. Mal fasziniert Gottesdienst und Konzert mit dem gemischten a-cappella-Kammerchor OREYA aus der Ukraine und nahmen die Sängerinnen und Sänger gastlich auf.

 

Am 16. Mai 2009 hörten einige von uns zu, als die Neue Rheingauer Kantorei in Geisenheim Die Schöpfung von Haydn unter Tassilo Schlenther aufführte. Mit dem Chor verbinden uns gemeinsame Konzerte 1996 bis 2001, die aus der persönlichen Freundschaft der Chorleiter erwuchsen. Als Solisten wirkten gute Bekannte mit: Elisabeth Scholl (wie bei Mozart 2008), Daniel Sans (wie 2002) und Andreas Pruys, der in der Matthäuspassion glaubwürdig Jesus verkörperte.

Chor St. Martin und Martinis, vereint am 14. November 2004 für das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach
... stell ich mich doch wieder ein

Wir sind bekannt für gutes Zusammenwirken in Konzerten und Gottesdiensten

mit anderen musikalischen Gruppen in der Gemeinde, mit anderen Chören - besonders in ökumenischer Verbundenheit -, mit Orchestern auf Instrumenten der jeweiligen Epoche, mit bedeutenden Solisten.

 

Mit der Idsteiner Kantorei haben wir zum Hessentag 2002 „Die Schöpfung" von Haydn aufgeführt. Im November 2010 soll wieder als gemeinsames Projekt in St. Martin das Requiem von Verdi in zwei Konzerten aufgeführt werden, einstudiert und geleitet von den Kantoren Carsten Koch und Franz Fink.

Die wöchentlichen Chorproben finden am Montag um 20 Uhr im Bischof-Dirichs-Heim statt. Anschließend gehen manche gemeinsam essen, andere bleiben noch kurz im Gespräch zusammen. Vor einem Konzert gibt es in der Regel ein Proben- Wochenende zur intensiven Vorbereitung. 

Die Gemeinschaft wird gestärkt durch Feiern, Wanderungen und einen jährlichen Chorausflug. 2008 ging die Reise nach Leipzig, 2009 ist eine Fahrt nach Fulda am 10. Oktober geplant.

Dazu trägt jedes Mitglied mit 18 Euro pro Jahr bei.

Alle zwei Jahre wählt die Mitgliederversammlung einen Vorstand, der den Kantor entlastet. Seit dem 21. Februar 2005 besteht der Vorstand aus sieben gewählten Mitgliedern, von denen fünf seit 1997 tätig sind. Am 25. Juni 2007 wurden alle sieben einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. 

 

Wir freuen uns über Sängerinnen und Sänger, die unsere vielschichtigen Aufgaben mittragen möchten.