Home Impressum Sitemap Druckversion Home

wer wir sind was wir tun einladung kirchenmusik unsere kirche kindergarten nachrichten kontakt
Englische Chormusik am 9. Oktober 2005
Foto: P. Piaskowski
Zum "Evensong" nach England

... so überschrieb die Idsteiner Zeitung ihren Artikel über die Chorfahrt im Herbst 2006 nach England

Weitere Information

 

Artikel der Idsteiner Zeitung vom 23.11.2005 zur Geistlichen Abendmusik am 20.11. 2005 zum Thema Zeit - Ewigkeit
Interessant ist auch die Hintergrundinformation zu den gesungenen Werken.

 

Welche Musik uns am Herzen liegt und für welche Aussagen wir uns einsetzen, zeigt beispielhaft für jeweils ein Jahr Rückblick auf 2005 und Rückblick auf 2004


Wir freuen uns über Sängerinnen und Sänger, die unsere vielschichtigen Aufgaben mittragen möchten.
Probe - auch zum Schnuppern - ist am Montag um 20 Uhr.

Auskünfte geben:
Franz Fink, Kantor, 06126 - 951916; mail: Franz Fink
Gisela Radtke, Vorsitzende des Vorstandes, 06126 - 57301
Gerda Arendt, Presse, 06126 - 92597; mail: g@arbc.de

Dienet dem Höchsten mit herrlichen Chören

 

Im Jahr 2006 „entdeckten" wir im Chor St. Martin drei unbekannte Mess-Vertonungen unbekannter Komponisten, zunächst an einem Fastensonntag eine Messe von Johann Caspar Ferdinand Fischer. Nach der Karfreitagsliturgie, der Feier der Osternacht und dem Chorkonzert „Magnificat" von John Rutter am Pfingstmontag wurde der letzte Sonntag vor den großen Ferien am 9. Juli mit einer Missa brevis von Alberich Mazak und das Kirchweihfest am 8. Oktober mit der „Missa aulica" von Franz Xaver Brixi gefeiert.

Zu Christkönig am 26. November sang der Chor erneut im Gottesdienst und traditionell in der nächtlichen Christmette am 24. Dezember. Schon vor Beginn stimmten der Chor, Flöten, Gamben und Posaunen durch adventliche Musik auf das Geschehen der Weihnacht ein. In der Mette musizierten sie Weihnachtslieder mit der Gemeinde und von Heinrich Schütz „Der Beschluß", den Schlußsatz seiner Weihnachtshistorie, mit der Kurzformel für die Aufgabe eines Kirchenchores:

singen singen:   Preis sei Gott!

 

Thine, o Lord, is the Greatness

Bereits 2005 begannen wir mit dem Schwerpunkt Chormusik aus England - zuerst sinnvoll in Gottesdiensten eingesetzt, dann am 9. Oktober im Konzert mit den Martinis und dem Kinderchor zusammengefaßt. 

 
Mit "Break Forth into Joy" konnten wir unsere Freude über die Einweihung der

neuen Mebold-Orgel am 22. Januar 2006 zum Ausdruck bringen.

Das Instrument, im Wiesbadener Feuilleton beschrieben als „ein klangliches Schmuckstück" mit „filigraner Tonschönheit", spielte eine entscheidende Rolle im Chorkonzert 2006 am 5. Juni, wieder mit den Martinis, als neben anderen Werken des vielseitigen englischen Komponisten John Rutter das „Magnificat" (1990) in der Fassung für Instrumentalsolisten und Orgel erklang.

 

Als Höhepunkt des Projekts reisten in den Herbstferien 2006 die Gruppen

Chor St. Martin und Martinis nach England, um die Kathedralen von Oxford, Winchester, Salisbury und London zu besuchen und die Chormusik, die dort seit Jahrhunderten täglich gepflegt wird, an Ort und Stelle wirken zu lassen.

In der rein gotischen Salisbury Cathedral widmete uns der dortige "Director of Music" David Halls in öffentlicher Probe eine halbe Stunde Zeit und war danach bereit, über seine Chöre zu berichten und Fragen zu beantworten. Es war ein erhabenes Gefühl, in der Vierung zu singen und den Einklang im Chor und das Echo des Raumes zu erleben. David kam schnell auf den Punkt mit einer nur scheinbar einfachen Frage: „Was ist das wichtigste Wort in dem Satz?" Gemeinsam einatmen, darauf zusingen, alle Worte verständlich artikulieren, vollen Einsatz nicht scheuen, - das waren seine Ratschläge, - keine Geheimrezepte, und doch klangen "If ye love me" von Tallis, "Thou knowest, Lord, the secrets of our hearts" von Purcell und "Beati" von Stanford, das er unerwartet zügig anging, noch überzeugender als im Konzert 2005. Abschließend ließ er sich "Thine, o Lord, is the Greatness" von Kent vorsingen und sagte: "You made me happy." 
Er präzisierte schriftlich: "It was a complete pleasure to meet you all and have the chance to work with you. I was most impressed by the standard of your singing and indeed by your marvellous attitude to the music which we hold very dear in the UK."

 

Der Chorsatz, der die Größe und Majestät Gottes fühlbar macht, eignet sich gut für das Christkönigfest. James Kent vertonte ein Lied des Königs David im Tempel

(1. Chronik, 11). In verdichteter Form beschließt der Preisgesang das „Vater unser": „Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit". Andere Aspekte kommen in Chorsätzen auf ältere Melodien von Heinrich Isaac und Franz Fink zum Ausdruck: „O wunderbare Speise auf dieser Pilgerreise" -

Schönster Herr Jesu, Herrscher aller Herren, Gottes und Marien Sohn, ... bei uns gegenwärtig durch dein Wort und Sakrament.".

Die kraftvollen Engeldarstellungen in englischen Kathedralen sind vorbildlich für  den achtstimmigen Satz „Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir" von Mendelssohn. Der Chor OREYA aus der Ukraine zeigte uns (zuletzt am 11. Juni 2006), wie romantische Musik, gesungen in reiner Klarheit, auch heute noch unter die Haut gehen kann.