Home Impressum Sitemap Druckversion Home

wer wir sind was wir tun einladung kirchenmusik unsere kirche kindergarten nachrichten kontakt
Halleluja St. Martin

Am 27. Juni wird das Chorwerk Halleluja St. Martin, das für den Gottesdienst der Pfarrei komponiert wurde, vom Chor St. Martin uraufgeführt zusammen mit Werken von Stölzel, Tallis, Mendelssohn und Rutter.

Weitere Information

Musik im Gottesdienst

Am 12. Juni 2010 spielte Graham Waterhouse im Gottesdienst aus einer Suite für Cello solo von Johann Sebastian Bach und als Nachspiel eigene Orgelvariationen. Ein Projektchor probierte sein neues Werk für die Pfarrei Halleluja St. Martin.

Vielseitig und humorvoll

Graham Waterhouse in der Idsteiner St. Martinskirche

 

Artikel aus der Idsteiner Zeitung vom 21.09.2006

 

IDSTEIN Der 1962 in London geborene Komponist, Cellist und Organist Graham Waterhouse hatte bei einem Probespiel der neuen Mebold-Orgel in der St. Martinskirche im Frühjahr solch großes Gefallen am farbenreichen Instrument gefunden, dass er sich spontan einladen ließ, ein Gesprächskonzert zu geben. Jetzt bot er dem Publikum in der stimmungsvoll beleuchteten Kirche einen interessanten Einblick in seinen künstlerischen Ideenreichtum und sein vielseitiges Talent.

 

Als Interpret sowohl seiner eigenen Kompositionen als auch der Werke von ehrwürdigen Kollegen wusste er zu überzeugen. Es mutete an wie eine Verneigung vor dem "großen Kollegen" J.S. Bach, als Waterhouse das Konzert mit einem schlichten Choralvorspiel für Orgel: "Es ist das Heil uns kommen her" eröffnete. Ein "Trumpet Tune" von Henry Purcell folgte gleichsam als englische Antwort auf Bach. Nach dem ersten auf der Orgel gespielten Teil des Konzertes folgte Telemanns Fantasia d-moll für Violoncello solo. Den Wechsel vom einen zum anderen Instrument meisterte Waterhouse souverän, denn die Interpretation sämtlicher Werke war technisch grandios und stets sehr ausdrucksvoll.

 

Graham Waterhouse an der Mebold-Orgel, 12. Juni 2010

 

Die Besonderheit des Konzertes war sicherlich die Uraufführung des erst kürzlich entstandenen Werkes für Orgel und Cembalo: Reflections on a Round "froh zu sein bedarf es wenig". Die variantenreichen Figurationen mit Motiven aus dem populären Kanon einschließlich Gelächter-Imitationen werden von Orgel und Cembalo in Interaktion bis zu dem Punkt gesteigert, an dem das gesamte Auditorium zu Mitwirkenden wird und den Kanon vierstimmig singt. Darauf übernehmen die Instrumente, die Orgel immer führend, den Ausklang des Stückes.

 

John Jouberts "Divisions on a ground", die von Graham Waterhouse auf dem Cello im März uraufgeführt wurden, folgten die letzten humorvollen Erläuterungen und das abschließende Orgelwerk: "Variations on a Theme of Pachelbel op. 6" (1981), das Waterhouse als "Schuljunge" komponiert hatte, wenngleich es kompositorisch von höchster Qualität ist.

 

Bleibt zu hoffen, dass der Komponist, Cellist und Organist bald wieder den Weg nach Idstein findet.

 

Wegen der Uraufführung interessierte sich auch die regionale Presse für das Konzert und zeigte sich beeindruckt.