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Nach dem Weltjugendtag

Knapp einen Monat nach dem Weltjugendtag hat sich die Euphorie gelegt. In den Zeitungen und im Fernsehen gibt es kaum noch Berichte zu diesem Großereignis. Da bietet sich die Chance noch einmal zurück zu blicken auf ein Ereignis, dass viele Menschen bewegte, auch hier in Idstein.

83 Pilger aus Frankreich und Puerto Rico haben sich auf den Weg zu uns gemacht und wurden hier von ihren Gasteltern aufs herzlichste Willkommen geheißen. Viele Gasteltern erzählten mir nach den "Tage der Begegnung", dass Sie ihre Gäste gar nicht mehr gehen lassen wollten, so lieb haben sie sie in den paar Tagen gewonnen. Die Sprachbarriere wurde dank unserer Dolmetscher schnell überwunden und auf das zum Teil ungewohnte Essen (Weißwürstchen mit Krautsalat und Fleischkäse) ließen sich unsere Gäste auch ein.

Ein Höhepunkt der "Tage der Begegnung" war der Samstag. Über 80 Jugendliche aus Puerto Rico und Frankreich machten sich gemeinsam mit Ihren Gastfamilien und anderen auf den Weg zur Heilig Kreuzkapelle nach Bad Camberg. Dieser Tag war eine gemeinsame Aktion aller Gemeinden des pastoralen Raumes Idsteiner Land. So eine Wallfahrt hat Idstein noch nie erlebt. 150 Menschen versammelten sich um 8.30 Uhr an der St. Martinskirche in Idstein und machten sich gemeinsam auf den Weg nach Bad Camberg.

Bei dem späteren Gottesdienst in der Heilig Kreuzkapelle nahm der Bischof aus Digne Francaois-Xavier Loizeau diesen Gedanken des gemeinsamen Unterwegsseins in seiner Predigt auf.

Nach einem 12 Kilometer langen Marsch, der für viele Pilger doch sehr lange war, erreichten wir nach vier Stunden endlich die Kreuzkapelle. Zwischendurch machten wir Station in der evangelischen Christuskirche in Wallsdorf. Dort hielten wir eine kurze Andacht.

Bei weißblauem Himmel war es gar nicht schwer die letzten Kilometer zur Kreuzkapelle zurückzulegen. Nach einem kühlen Schluck Wasser begann der Gottesdienst in der vollkommen überfüllten Kapelle. Nach einem bewegenden Pontifikalamt mit dem französischen Bischof und unter Beteiligung der Priester aus dem Gastgeberland und Frankreich und Puerto Rico wurde unter freiem Himmel gemeinsam zu Mittag gegessen.

Nach dem Mittagessen sprang auf einmal der Funke über: Die Puerto Ricaner kramten ihre Musikinstrumente aus und in wenigen Augenblicken tanzten Franzosen, Deutsche und Puerto Ricaner zu heißen Samba Rhythmen. Dann ging alles ganz schnell. Die Busse waren da und wir mussten zu unserem nächsten Termin in Idstein. Dort begrüßte uns Bürgermeister Krum in der Stadthalle. Die Pilger trugen sich in das Gästebuch der Stadt Idstein ein.

Nicht nur das unsere puertoricanische Pilger auf der Wallfahrt bei jeder Gelegenheit ihre Perkussion Instrumente herausholten und die anderen Pilger dazu animierten mit zu singen und mit zu tanzen, nein auch beim Empfang der Stadt ließen Sie es sich nicht nehmen, karibische Stimmung in die Stadthalle zu bringen.

Aber noch nicht genug. Beim gemeinsamen Grillabend steckten Sie alle Anwesenden mit Ihrer Stimmung an und motivierten uns und alle anderen die Hüften kreisen zu lassen. Mit zunehmender Dunkelheit nahmen Sprachprobleme ab und Deutsche, Franzosen und Puerto Ricaner verstanden sich prächtig. Aber auch die anderen Tage waren erfüllt von viel Freude, guter Stimmung und dem gemeinsamen Weg nach Köln.

Damit dies überhaupt alles funktionierte haben viele Menschen aus den einzelnen Gemeinden im Vorfeld der "Tage der Begegnung" und bei diesen Tagen tatkräftig mitgeholfen. Allen Gastgeben, Dolmetschern, Küchenfrauen und Männern, den Vorbereitungsteams sei auf diesem Wege noch mal aufs herzlichste gedankt. Über 40 Gemeindemitglieder aus der Gemeinde St. Martin haben dazu beigetragen, dass die Tage der Begegnung ein unvergessliches Ereignis waren, dass noch lange in Erinnerung bleibt.

 

 

Martin Roßbach